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Gründe, die für einen Alexander-Technik-Unterricht
sprechen?
Unterricht in der Alexander-Technik hilft Studenten/innen,
mehr Gesundheit und Energie in ihren alltäglichen Aktivitäten,
Karrieren und anderen persönlichen Herausforderungen zu
erreichen.
Rolle des Alexander-Technik-Lehrers?
Durch des Lehrers Hände werden den Studierenden Direktiven
auf sanfte Weise vermittelt. Sie lernen, den Körper wahrzunehmen,
die Direktiven zu geben und bewusst ihren Körper auf gesunde
Art und Weise zu verändern.
Anwendung der Alexander-Technik?
Alexander-Lehrer leiten die Studenten durch allgemeine Bewegungen
an, die das alltägliche Leben beeinflussen. Die Lektionen
beinhalten das Lehren neuer Muster 'gewöhnlicher', aber
zugleich komplexer Aufgaben, wie Aufstehen und Sitzen. Viele
Lehrer arbeiten auch an Studenten, während sie liegen. Der
Lehrer kann auch bei Bedarf die Technik beim Singen, Sport
oder in anderen speziellen Bereichen, die für den Studenten
von Interesse sind, anwenden.
Anzahl der Lektionen?
Die Anzahl der Lektionen hängt zumeist vom Ziel und Interesse
des Studenten ab. Als Maßstab zeichnet sich ab, dass man
ungefähr 6 - 10 Lektionen bedarf, um die Alexander-Technik
an sich anwenden zu können. Der wahre Nutzen der Technik
stellt sich dann meist bei ca. 30 - 40 Lektionen ein. Einige
nutzen die Technik als Hilfsmittel für ihre Karrieren in
den verschiedensten Bereichen und lernen über viele Jahre.
Faktoren, die die Anzahl
der Lektionen bestimmen?
Die Anzahl der Lektionen variiert von Person zu Person und
hängt vom Ziel des Studenten, aber auch von der jeweiligen
Aufnahmefähigkeit ab.
Gründe für kürzeres Lernen?
Einige Studenten benötigen nur ein paar Lektionen, um physisches
Unwohlsein zu beseitigen. Zusätzlich sollten aber immer
wieder Auffrischungslektionen genommen werden.
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Gründe für längeres Lernen?
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Gesundheit: Wenn chronische Schmerzen oder
andere ständig wiederkehrende Krankheitszustände vorhanden
sind, kann die Technik dem Studenten zu einer lebenslangen
Verbesserung des gesundheitlichen Wohlbefindens verhelfen.
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Weiterentwicklung von Leistungen: Vortragende,
Musiker, Athleten und andere, die Tätigkeiten ausüben,
die eine hohe körperliche Beherrschung verlangen,
ziehen oft den besten Nutzen aus einem längeren Studium.
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Allgemeine Vorteile
des Studiums?
Mit kontinuierlicher Anwendung erlernen und erfahren
Studenten:
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Verminderung oder Verhinderung von Schmerzen, die
von alltäglichen oder speziellen Tätigkeiten herrühren.
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Erreichen einer größeren körperlichen Stärke mit
einem natürlichen Gefühl von Ausgewogenheit.
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Leichtigkeit und Freiheit von Bewegungen, die zu
anhaltender Gesundheit führen.
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Bessere geistige Konzentration zu Hause, in der Arbeit
und auch in der Freizeit.
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Zusammenarbeit von Gedanken, Emotionen und Bewegung,
die zu besserem Gleichgewicht im Leben verhelfen.
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Unterrichtsverlauf
Während des Unterrichts lernt der Student, die 'Primärkontrolle'
zu gebrauchen. Sie beeinflusst die Beziehung von Kopf, Hals,
und Rücken und führt dadurch gleichzeitig auch zu einer
besseren und gesünderen Haltung und Bewegung. Alexander-Lehrer
unterrichten grundsätzlich mit ihren Händen die 'Primärkontrolle'.
Zusätzlich verwenden sie mündliche Anweisungen, um das Konzept
der Technik besser zu erklären und um sie dann in konkreten
Situationen, sei es im Sitzen, Stehen, oder Liegen, anzuwenden.
Die Alexander-Technik verlangt vom Studenten aktive körperliche
und aktive mentale Mitarbeit.
Die Hände des Lehrers
Mit Hilfe von sanften Berührungen hilft der Lehrer dem Studenten
auf körperliche schlechte Gewohnheiten aufmerksam zu machen
und gibt kleine detaillierte, korrigierende Anweisungen,
die dann zu besserer Haltung und harmonischeren Bewegungen
führen. Der Lehrer arbeitet immer an der Primärkontrolle
und gleichzeitig zeigt er dem Studenten den falschen Gebrauch
seines Körpers auf. Zum Beispiel lenkt der Lehrer Aufmerksamkeit
des Studenten auf einen bestimmten Körperbereich wie oberer
oder unterer Rücken, Nacken, Schulter oder Bein, je nachdem,
welcher Bereich ihm aufgrund von Überspannungen oder Unterspannungen
am vordringlichsten erscheint. Währendessen arbeitet der
Student an seiner Primärkontrolle weiter. Mit der Zeit erkennt
der Student, in welcher Verbindung die verschiedenen Körperteile
zur Primärkontrolle stehen.
Die Arbeit im Liegen
Während des Stehens zieht die Schwerkraft naturgemäß nach
unten und drückt die Wirbelsäule zusammen. Im Liegen können
wir diesen Druck auf die Wirbelsäule nach unten ausschalten
und dadurch an der Längung und Weitung des Rückens leichter
arbeiten. Weiterhin kann der Student vermehrt Spannungen
loslassen, zuerst mit Hilfe des Lehrers und später selbst.
Zusätzlich zeigt der Lehrer dem Studenten, wie er Bewegungen
mit weniger muskulärem Aufwand erzielen kann, während er
die Primärkontrolle ständig überprüft.
Häufigkeit und Dauer des
Unterrichts
Grundsätzlich wird Alexander-Technik im Einzelunterricht
unterrichtet. Manche Lehrer bieten aber auch Einführungskurse
im Gruppenunterricht an. Die Länge eines Unterrichts hängt
im wesentlichen vom Unterrichtsstil des Lehrers ab und variiert
zwischen 30 und 60 Minuten. Es empfiehlt sich zu Beginn,
mehrere Lektionen pro Woche zu nehmen, um die Technik besser
zu etablieren und dann zu wöchentlichen Lektionen überzugehen.
Später ist es ratsam, 'Auffrischungsstunden' zu nehmen.
Anwendung des Unterrichts
im künstlerischen Bereich
Der Alexander-Unterricht gibt dem studierenden Künstler
ein Werkzeug in die Hand, das ihm bei der Bewältigung der
vielen körperlichen und mentalen Aufgaben während einer
Aufführung hilft. Der Alexander-Lehrer zeigt auf wie der
ganze Körper das Spiel am Instrument beeinflusst. Körperliche
und mentale Spannungen können gelöst werden. So leiden zum
Beispiel Pianisten oft an Sehnenscheidenentzündungen. Der
Alexander-Lehrer zeigt dem Künstler, wie falsche Gewohnheiten
ein Problem geschaffen haben und wie diese Gewohnheiten
verändert werden können.
Sänger erfahren oft ein Loslassen, was zu besserer Atmung
und freierem Vortrag führt. Diese aufgezeigten körperlichen
Verbesserungen führen dann zu besserer Konzentration und
einer gesunden Selbstsicherheit.
Anwendung des Unterrichts
im Sport
Unterricht in der Alexander-Technik hilft Athleten, ihre
Technik im Spiel und Wettbewerb zu verbessern. Ein Alexander-Lehrer
kann Sportbegeisterten aufzeigen, wie körperliche Spannungen
in verschiedenen Bereichen gelöst werden können. Zum Beispiel
leiden Läufer oft an Knie- oder Hüftproblemen. Golfspieler
können von Entzündungen der Schultern, Ellbogen oder Handgelenke
geplagt werden. Der Alexander-Lehrer zeigt den Sportlern,
wie gesündere Bewegungsmuster Stress in den verschiedenen
Gelenken verringern. Das verhindert gleichzeitig Verletzungen,
lindert Schmerzen, stärkt die Ausdauer und erhöht damit
auch die Freude am Spiel.
Anwendung des Unterrichts
im Alltag
Viele Leute kommen in den Alexander-Technik-Unterricht,
um Linderung von Stress und Schmerzen im täglichen Leben
zu erreichen. Für Anfänger ist der Beginn wesentlich dem
Stehen und Sitzen gewidmet, was ohnedies den meisten Zeitraum
des Alltags beansprucht. Bereits nach kurzer Zeit, kann
der Student soviel Wissen und physische Wahrnehmung erreichen,
dass er während des Gebrauches eines Computers, der Hausarbeit,
des Wanderns oder anderer Tätigkeiten, bereits Verbesserungen
am eigenen Körper und Wohlbefinden spüren kann.
Wie hilft die Alexander-Technik
mit Stress umzugehen?
Die meisten Menschen sehen Stress in erster Linie als ein
psychisches Problem; aber zumeist bereitet Stress schwerwiegende
physische Schwierigkeiten. Viele glauben, dass man keinen
oder nur geringen Einfluss auf immer wieder auftretende
'Kopfschmerzen', 'flauen Magen' oder 'Rückenschmerzen' nehmen
kann. Die Mehrzahl der Alexander-Technik Studenten erfährt
aber bald, wie bisher lebensbegleitende Krankheiten verschwinden.
Durch das Erlernen eines gesünderen und positiven Umgang
mit sich selbst sind Alexander-Technik-Studenten besser
auf die verschiedenen Lebenssituationen vorbereitet.
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"Jeder Unterricht bringt den Prozess etwas
weiter und bestätigt in einer sehr persönlichen und
überzeugenden Weise die Ansprüche, die gestellt wurden.
Wenn jemand weiter geht, werden neue Bereiche geöffnet,
neue Möglichkeiten erkannt und dann realisiert. Man
findet sich selbst ständig weiterentwickelnd und schließlich
erkennt man, dass ein endloser Entwicklungs-
prozess initiiert wurde."
John
Dewey
Amerikanischer Erziehungswissen-
schaftler

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