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Singen sollte eigentlich eine großartige und wundervolle
Erfahrung sein. Sie meisten Stimmlehrer streben nach höchster
Freiheit und Schönheit in der Stimme ihrer Schüler, selbst
wenn diese dies nicht erreichen können. Wenn alles gut verläuft,
vermittelt Singen eine tiefe Befriedigung. Sänger fühlen
sich häufig jedoch unwohl oder entwickeln sogar ernsthafte
Stimmverletzungen. Die Alexander Technik kann ein großartiges
Instrument in der Bewältigung dieser Probleme sein.
Von Anfang an in meiner Gesangskarriere hatte ich auch
ein besonderes Interesse an der Kunst des Gesangunterrichts.
Gleich zu Beginn meiner Studien besuchte ich verschiedene
Meisterkurse und Seminare entweder in der traditionellen
Methode der Stimmschulung oder in einem Körper- und/oder
Geistansatz. Mein erster Lehrer in Stimmpädagogik an der
Universität Mozarteum in Salzburg führte mich an Eutonie
heran und an die Ideen und bioenergetischen Übungen von
Alexander Lowen. Gleichfalls besuchte ich Kurse in Feldenkrais,
Tai Chi, Atmungs- und Bewegungsschulung. Als ich in die
USA zum Erwerb eines Doktortitels kam, studierte ich die
Alexander Technik bei Ruth Kilroy in einem dreijährigen
Studienprogramm in Newton, Massachusetts. Ich beendete ein
zweijähriges Postgraduiertenstudium bei Rivka Cohen und
besuchte Meisterkurse und /oder Vorlesungen bei Beret Arcaya,
Peter Ribeaux, Joan Murray und Jessica Wolf. Im Jahr 2005
erhielt ich meinen Doktorgrad (D.M.A.) von der Boston University.
Seit ich vor nunmehr siebzehn Jahren zu unterrichten begann,
habe ich stets neues Wissen in meinen Gesangsunterricht
integriert. Mein Spezialgebiet ist die Verbindung der Alexander
Technik mit der Schulung der Stimme.
Die Anwendung der Alexander Technik hilft Sängern Abstand
zu nehmen von einer negativen Beeinträchtigung ihres Stimmmechanismus
und trägt dazu bei, ein Instrument aufzubauen, an dem sich
Sänger ihr ganzes Leben lang erfreuen können. Immer mehr
Sänger benutzen die Alexander Technik als Präventivmaßnahme,
weil der richtige und gesunde Gebrauch des ganzheitlichen
Ichs auf lange Sicht zum Erhalt einer jugendlichen Stimme,
selbst bei fortgeschrittenem Alter, beiträgt. F.M. Alexander
versichert uns, dass die ständige Arbeit am Gebrauch des
Ichs den psycho-physischen Zustand der Person fortschreitend
verbessern wird, und ich möchte dem gerne hinzufügen, dass
sie auch die Stimme kontinuierlich verbessern wird.
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