Gründe, die für einen Alexandertechnik-Unterricht sprechen
Unterricht in der Alexander-Technik hilft Studenten/innen, mehr Gesundheit und Energie in ihren alltäglichen Aktivitäten, Karrieren und anderen persönlichen Herausforderungen zu erreichen.
Rolle des Alexandertechniklehrers
Durch des Lehrers Hände werden den Studierenden Direktiven auf sanfte Weise vermittelt. Sie lernen, den Körper wahrzunehmen, die Direktiven zu geben und bewusst ihren Körper auf gesunde Art und Weise zu verändern.
Anwendung der Alexandertechnik
Alexander-Lehrer leiten die Studenten durch allgemeine Bewegungen an, die das alltägliche Leben beeinflussen. Die Lektionen beinhalten das Lehren neuer Muster 'gewöhnlicher', aber zugleich komplexer Aufgaben, wie Aufstehen und Sitzen. Viele Lehrer arbeiten auch an Studenten, während sie liegen. Der Lehrer kann auch bei Bedarf die Technik beim Singen, Sport oder in anderen speziellen Bereichen, die für den Studenten von Interesse sind, anwenden.
Anzahl der Lektionen
Die Anzahl der Lektionen hängt zumeist vom Ziel und Interesse des Studenten ab. Als Maßstab zeichnet sich ab, dass man ungefähr 6 - 10 Lektionen bedarf, um die Alexander-Technik an sich anwenden zu können. Der wahre Nutzen der Technik stellt sich dann meist bei ca. 30 - 40 Lektionen ein. Einige nutzen die Technik als Hilfsmittel für ihre Karrieren in den verschiedensten Bereichen und lernen über viele Jahre.
Faktoren,die die Anzahl der Lektionen bestimmen
Die Anzahl der Lektionen variiert von Person zu Person und hängt vom Ziel des Studenten, aber auch von der jeweiligen Aufnahmefähigkeit ab.
Gründe für kürzeres Lernen? Einige Studenten benötigen nur ein paar Lektionen, um physisches Unwohlsein zu beseitigen. Zusätzlich sollten aber immer wieder Auffrischungslektionen genommen werden.
Gründe für längeres Lernen? • Gesundheit: Wenn chronische Schmerzen oder andere ständig wiederkehrende Krankheitszustände vorhanden sind, kann die Technik dem Studenten zu einer lebenslangen Verbesserung des gesundheitlichen Wohlbefindens verhelfen.
• Weiterentwicklung von Leistungen: Vortragende, Musiker, Athleten und andere, die Tätigkeiten ausüben, die eine hohe körperliche Beherrschung verlangen, ziehen oft den besten Nutzen aus einem längeren Studium.
Allgemeine Vorteile des Studiums?
Mit kontinuierlicher Anwendung erlernen und erfahren Studenten:
• Verminderung oder Verhinderung von Schmerzen, die von alltäglichen oder speziellen Tätigkeiten herrühren.
• Erreichen einer größeren körperlichen Stärke mit einem natürlichen Gefühl von Ausgewogenheit.
• Leichtigkeit und Freiheit von Bewegungen, die zu anhaltender Gesundheit führen.
• Bessere geistige Konzentration zu Hause, in der Arbeit und auch in der Freizeit.
• Zusammenarbeit von Gedanken, Emotionen und Bewegung, die zu besserem Gleichgewicht im Leben verhelfen.
Unterrichtsverlauf
Während des Unterrichts lernt der Student, die 'Primärkontrolle' zu gebrauchen. Sie beeinflusst die Beziehung von Kopf, Hals, und Rücken und führt dadurch gleichzeitig auch zu einer besseren und gesünderen Haltung und Bewegung. Alexander-Lehrer unterrichten grundsätzlich mit ihren Händen die 'Primärkontrolle'. Zusätzlich verwenden sie mündliche Anweisungen, um das Konzept der Technik besser zu erklären und um sie dann in konkreten Situationen, sei es im Sitzen, Stehen, oder Liegen, anzuwenden. Die Alexander-Technik verlangt vom Studenten aktive körperliche und aktive mentale Mitarbeit.
Die Hände des Lehrers
Mit Hilfe von sanften Berührungen hilft der Lehrer dem Studenten auf körperliche schlechte Gewohnheiten aufmerksam zu machen und gibt kleine detaillierte, korrigierende Anweisungen, die dann zu besserer Haltung und harmonischeren Bewegungen führen. Der Lehrer arbeitet immer an der Primärkontrolle und gleichzeitig zeigt er dem Studenten den falschen Gebrauch seines Körpers auf. Zum Beispiel lenkt der Lehrer Aufmerksamkeit des Studenten auf einen bestimmten Körperbereich wie oberer oder unterer Rücken, Nacken, Schulter oder Bein, je nachdem, welcher Bereich ihm aufgrund von Überspannungen oder Unterspannungen am vordringlichsten erscheint. Währendessen arbeitet der Student an seiner Primärkontrolle weiter. Mit der Zeit erkennt der Student, in welcher Verbindung die verschiedenen Körperteile zur Primärkontrolle stehen.
Die Arbeit im Liegen
Während des Stehens zieht die Schwerkraft naturgemäß nach unten und drückt die Wirbelsäule zusammen. Im Liegen können wir diesen Druck auf die Wirbelsäule nach unten ausschalten und dadurch an der Längung und Weitung des Rückens leichter arbeiten. Weiterhin kann der Student vermehrt Spannungen loslassen, zuerst mit Hilfe des Lehrers und später selbst. Zusätzlich zeigt der Lehrer dem Studenten, wie er Bewegungen mit weniger muskulärem Aufwand erzielen kann, während er die Primärkontrolle ständig überprüft.
Häufigkeit und Dauer des Unterrichts
Grundsätzlich wird Alexander-Technik im Einzelunterricht unterrichtet. Manche Lehrer bieten aber auch Einführungskurse im Gruppenunterricht an. Die Länge eines Unterrichts hängt im wesentlichen vom Unterrichtsstil des Lehrers ab und variiert zwischen 30 und 60 Minuten. Es empfiehlt sich zu Beginn, mehrere Lektionen pro Woche zu nehmen, um die Technik besser zu etablieren und dann zu wöchentlichen Lektionen überzugehen. Später ist es ratsam, 'Auffrischungsstunden' zu nehmen.
Anwendung des Unterrichts im künstlerischen Bereich
Der Alexander-Unterricht gibt dem studierenden Künstler ein Werkzeug in die Hand, das ihm bei der Bewältigung der vielen körperlichen und mentalen Aufgaben während einer Aufführung hilft. Der Alexander-Lehrer zeigt auf wie der ganze Körper das Spiel am Instrument beeinflusst. Körperliche und mentale Spannungen können gelöst werden. So leiden zum Beispiel Pianisten oft an Sehnenscheidenentzündungen. Der Alexander-Lehrer zeigt dem Künstler, wie falsche Gewohnheiten ein Problem geschaffen haben und wie diese Gewohnheiten verändert werden können.
Sänger erfahren oft ein Loslassen, was zu besserer Atmung und freierem Vortrag führt. Diese aufgezeigten körperlichen Verbesserungen führen dann zu besserer Konzentration und einer gesunden Selbstsicherheit.
Anwendung des Unterrichts im Sport
Unterricht in der Alexander-Technik hilft Athleten, ihre Technik im Spiel und Wettbewerb zu verbessern. Ein Alexander-Lehrer kann Sportbegeisterten aufzeigen, wie körperliche Spannungen in verschiedenen Bereichen gelöst werden können. Zum Beispiel leiden Läufer oft an Knie- oder Hüftproblemen. Golfspieler können von Entzündungen der Schultern, Ellbogen oder Handgelenke geplagt werden. Der Alexander-Lehrer zeigt den Sportlern, wie gesündere Bewegungsmuster Stress in den verschiedenen Gelenken verringern. Das verhindert gleichzeitig Verletzungen, lindert Schmerzen, stärkt die Ausdauer und erhöht damit auch die Freude am Spiel.
Anwendung des Unterrichts im Alltag
Viele Leute kommen in den Alexander-Technik-Unterricht, um Linderung von Stress und Schmerzen im täglichen Leben zu erreichen. Für Anfänger ist der Beginn wesentlich dem Stehen und Sitzen gewidmet, was ohnedies den meisten Zeitraum des Alltags beansprucht. Bereits nach kurzer Zeit, kann der Student soviel Wissen und physische Wahrnehmung erreichen, dass er während des Gebrauches eines Computers, der Hausarbeit, des Wanderns oder anderer Tätigkeiten, bereits Verbesserungen am eigenen Körper und Wohlbefinden spüren kann.
Wie hilft die Alexander-Technik mit Stress umzugehen?
Die meisten Menschen sehen Stress in erster Linie als ein psychisches Problem; aber zumeist bereitet Stress schwerwiegende physische Schwierigkeiten. Viele glauben, dass man keinen oder nur geringen Einfluss auf immer wieder auftretende 'Kopfschmerzen', 'flauen Magen' oder 'Rückenschmerzen' nehmen kann. Die Mehrzahl der Alexander-Technik Studenten erfährt aber bald, wie bisher lebensbegleitende Krankheiten verschwinden. Durch das Erlernen eines gesünderen und positiven Umgang mit sich selbst sind Alexander-Technik-Studenten besser auf die verschiedenen Lebenssituationen vorbereitet.







